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Schutzimpfungen für Katzen im Frühjahr

Alljährlich machen sich Katzenhalter im Frühjahr vermehrt Gedanken um die Gesundheit ihrer Lieblinge, wenn diese den Platz am warmen Ofen verlassen. Dabei denken wir an Wurmkuren, an Flöhe und Zecken, die mit den steigenden Temperaturen auch wieder auftauchen. Gerade unerfahrene Katzenhalter sind sich oft unsicher, welche Impfungen für die Tiere möglich sind und vorallem, welche wirklich wichtig sind. Wir möchten Euch ein paar Tipps geben, wie Ihr eure geliebten Vierbeiner optimal auf die warme Jahreszeit vorbereitet.

 

Rotierendes Impfsystem

Um gleich das Wichtigste vorweg zu nehmen: gegen Flöhe und Zecken können wir unsere Katzen nicht impfen lassen. Leider! Hier muss dann selbst oder durch den Facharzt Hand angelegt und die Zecke entfernt werden. Impfungen, die speziell im Frühjahr angeraten sind, gibt es auch nicht. Trotzdem ist das Frühjahr eine gute Zeit für Auffrischungsimpfungen, da das Immunsystem belastbarer ist als in Herbst und Winter.

Vorausgesetzt, die Tiere haben als Jungtiere bereits die Grundimmunisierung erhalten (gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche, sowie Leukose und Tollwut), solltet ihr jetzt an eine Auffrischungsimpfung denken. Da der Impfschutz für Katzen länger vorhält als früher angenommen wurde, braucht nicht jede Impfung jedes Jahr erneuert werden, sondern nur alle drei Jahre. Darum empfehlen Tierärzte ein rotierendes Impfschema. Hiernach kann man seine Katze beispielsweise im 1. Jahr gegen Katzenschnupfen, im 2. Jahr gegen Katzenseuche und im 3.Jahr gegen Tollwut und Leukose impfen lassen. Danach wieder von vorn beginnen. Ab dem 9. oder 10. Lebensjahr sollte man Katzen nicht mehr impfen, da sie eine bleibende Abwehr aufgebaut haben.

 

Krankheiten, gegen die Sie unbedingt impfen lassen sollten

Katzenschnupfen ist gekennzeichnet durch Entzündungen der Mundschleimhaut, der Augenbindehaut und der oberen Atemwege. Die Katze leidet unter Nasen- und Augenausfluss, Husten, Fieber, Atembeschwerden und Appetitlosigkeit. Die Erkrankung kann durch verschiedene Erreger verursacht werden (Viren, Bakterien, Parasiten). Die Übertragung von Katzenschnupfen geschieht über Husten und Niesen, Speichel und Sekrete. Leben mehrere Katzen in einem Haushalt, ist eine Ansteckung sehr wahrscheinlich. Gerade deshalb sollte auf diese Impfung viel Wert gelegt werden.

Katzenseuche ist die für unsere Katzen gefährlichste Erkrankung. Sie verläuft oft tödlich. Deshalb sollte ein erkranktes Tier, das Erbrechen und schwere Durchfälle hat, die auch schleimig und blutig sein können, sofort dem Tierarzt vorgestellt werden. Auslöser der Katzenseuche ist der Parvovirus. Die Krankheit wird über Kot und Urin sowie Nasensekret verbreitet.

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die hauptsächlich von Füchsen übertragen wird. Die Übertragung erfolgt durch den Speichel, also über einen Biss. Dies ist die einzige Katzen-Krankheit, die auch auf den Menschen übertragen werden kann. In Gegenden, wo Füchse nicht mit Tollwut infiziert sind, kommt auch bei Haustieren keine Tollwut vor. In Deutschland gibt es keine Impfpflicht gegen Tollwut. Es liegt im eigenen Ermessen, ob man seine freilaufende Katzen gegen Tollwut impfen möchte oder dies für unnötig hält. Nur: wer mit seinem Tier ins Ausland möchte, muss auf jeden Fall impfen.

Die Katzen-Leukose ist ebenfalls eine der tödlichsten Infektionskrankheiten bei Katzen. Sie wird nicht ausschließlich durch direkten Kontakt übertragen, auch entsprechende Gegenstände, mit denen kranke und gesunde Tiere zu tun haben, können dem Leukose-Virus als Medium dienen. Hervorgerufen durch das Virus, hat dieses Krankheitsbild vielfältige Erscheinungsformen und ist gekennzeichnet durch Abwehrschwäche, Veränderungen im Blutbild und zum Teil Tumor-Bildung. Auch die Leukose-Impfung sollte der Teil der Grundimmunisierung von jungen Katzen im Alter von etwa 8 Wochen sein. Die Folgeimpfung sollte dann nach 3 Monaten erfolgen. Diese Impfung sollte vorerst jährlich vorgenommen werden.

 

Fazit

Gerade bei jungen Tieren muss unbedingt regelmäßig gegen die aufgeführten Krankheiten geimpft werden. Es empfiehlt sich dann nach der Grundimmunisierung einen rotierenden Impfplan einzuführen, wie er oben beschrieben wurde. Auch wenn Katzen gegen sämtlichste Erreger und Viren geimpft sind, bedeutet die nicht, dass sie nicht krank werden. Deshalb ist der erste Gang, bei einem unauffälligen Verhalten des Tieres oder Veränderungen am Tier stets der zum Tierarzt.

 

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