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Welches Haustier macht wenig Arbeit und kostet wenig?

Wenn vielbeschäftigte Menschen nach dem passenden Haustier suchen oder die Kinder sich ein Haustier wünschen und die Eltern schon ahnen, dass die Arbeit an ihnen hängen bleibt, dann stellt sich die Frage, welches Haustier am wenigsten Arbeit macht. Außerdem sollen die Kosten nicht zu hoch sein, denn das Geld ist ohnehin schon knapp.

Wenn du dir eine Frage aus dem Titel dieses Beitrags stellst, dann rate ich dir, gar kein Haustier anzuschaffen. Im Folgenden möchte ich erläutern, warum.


Welches Haustier macht wenig Arbeit?

Eine Schildkröte, weil sie „pflegeleicht“ ist? Eine Katze, weil sie „selbstständig“ ist? Eine Schlange, weil sie ohnehin „nur rumliegt“? Oder ein Kaninchen, weil es immer in die gleiche Ecke macht und das Streu nicht so oft gewechselt werden muss? Ehrlich gesagt, man kann für viele Haustiere Argumente finden, warum sie besonders wenig Arbeit machen oder wenig Aufmerksamkeit benötigen. Spätestens aber, wenn das Tier krank wird, man in den Urlaub fahren möchte oder sich die eigene Lebenssituation ändert wird das Tier deine Aufmerksamkeit benötigen. Ein Tier ist kein Gegenstand, den man mal eben in die Ecke stellt und immer dann anschaut, wenn einem gerade danach ist. Auch kann das Tier leider nicht mitteilen, was ihm gerade fehlt. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig genug Zeit „opfern“ zu können um das Tier zu beobachten. Beispielsweise verbergen Kaninchen ihre Krankheiten möglichst lange, um in ihrem ursprünglichen Lebensraum nicht aus der Gruppe ausgestoßen zu werden. Um als Tierhalter hier rechtzeitig zu erkennen, dass etwas nicht stimmt, reicht leider nicht der kurze Blick vor dem Schlafengehen. Außerdem muss ein Gehege, Terrarium oder eine Voliere gereinigt werden. Je nach Art solltest du dich darum kümmern, dass dein Tier beschäftigt ist und Ablenkung erfährt. Übrigens wird es deinem Tier egal sein, was du gerade um die Ohren hast und wie stressig dein Tag war. Es benötigt unabhängig von deiner Situation Aufmerksamkeit.

Wenn du dir die Frage stellst, welches Tier am wenigsten Arbeit macht, dann sei dir sicher, dass das Haustier für das du dich entscheidest mehr Arbeit machen wird, als du es dir vorgestellt hast. Es wird dich auch nicht fragen, wann es denn am besten passen würde krank zu sein.

Um herauszufinden, ob du der Aufgabe gewachsen bist, spreche mit Tierhaltern aus deinem Bekanntenkreis. Frage deine Bekannten, welche Aufgaben sie regelmäßig erledigen müssen, damit es dem Tier gut geht. Frage aber auch, welche unerwarteten Aufgaben oder Sorgen aufgetreten sind. Und habe dabei immer im Hinterkopf, dass das Tier, dass du dir wohlmöglich anschaffen wirst, sich leider nicht aussuchen kann, zu welchem Halter es kommt und du entsprechend dafür sorgen solltest, dass es mit seiner „unfreiwilligen Wahl“ die beste „Wahl“ getroffen hat.

Welches Haustier kostet wenig?

Bei der Anschaffung eines Tieres treten verschiedene Kosten auf. Darunter sind einige planbar. Wenn man die Frage nach einem „günstigen“ Tier stellt, werden nur die absehbaren Kosten berücksichtigt. Allerdings sind es gerade die nicht absehbaren Kosten, die sehr hoch ausfallen und den Geldbeutel überlasten können. Planbare Kosten sind etwa:

  • Gehege und dessen Ausstattung
  • Spielzeug
  • Futter
  • Impfungen
  • Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt
  • Versicherung

Dem gegenüber stehen Kosten, die sich leider nicht direkt planen lassen. Diese können zum Beispiel durch folgende Situationen entstehen:

  • Dein Tier wird krank und muss vom Tierarzt behandelt werden
  • Dein Tier hat oder entwickelt eine Allergie und benötigt ein spezielles (teures) Futter
  • Dein Tier beschädigt ein Möbelstück, dass ersetzt werden muss, z.B. durch Nagen, Zerkratzen, Umschütten eines Glases, …
  • Du findest keine Urlaubsvertretung und muss auf eine Tierpension ausweichen
  • Du fängst erst zu spät an, dich mit den Bedürfnissen deines Tieres auseinanderzusetzen und stellst fest, dass das Gehege zu klein ist, die Beschäftigungsmöglichkeiten fehlen oder ein anderes Futter notwendig ist
  • Du musst deine Wohnung für dein Tier sichern und musst dazu zusätzliches Material einkaufen
  • Der Zooladen um die Ecke schließt für immer und du musst zukünftig immer ein Straßenbahn-Ticket lösen um neues Futter zu kaufen
  • Dein Haustier beschädigt das Eigentum eines Freundes

Wie du siehst, sind die Möglichkeiten für zusätzliche Kosten sehr vielfältig. Dabei gibt es natürlich noch viele weitere Szenarien. Obige sind da noch die üblichsten.

Natürlich kann man also durchplanen, was ein Hausstier kosten wird. Dennoch gibt es in der Rechnung immer eine große Unbekannte. Man sollte sich vor der Anschaffung des Tieres immer darüber im Klaren sein, dass auch weitere Kosten anfallen können. Eine Not-Operation oder ähnliches kann schnell zu drei- oder vierstelligen Beträgen führen. Niemand wird einem also eine Garantie geben können, dass ein Haustier „günstig“ ist. Davon abgesehen sollte ein Tierleben nicht am Geldwert gemessen werden. Ein verantwortungsbewusster Tierhalter ist bereit sein letztes Hemd für seinen tierischen Freund zu geben.

Fazit

Man sollte bei der Anschaffung eines Tieres nicht fragen, wieviel Arbeit notwendig sein wird und welche Kosten entstehen. Vielmehr sollte man sich intensiv mit der Tierart beschäftigen und sich fragen, ob man die Bedürfnisse wirklich befriedigen und dem Tier ein schönes Zuhause bieten kann und will. Wenn der innere Wille da ist, wird sich auch ein Weg finden. Schaut man nur auf die Uhr und in das Portmonee, dann sollte man in jedem Falle die Finger von einem Haustier lassen und stattdessen nach Alternativen suchen, z.B. vorrübergehende Pflege von Tieren:

  • Urlaubsbetreuungen für Freunde und Bekannte anbieten
  • Im Tierheim fragen, ob man sich engagieren kann
  • Hunde von Freunden und Bekannten ausführen

Bei diesen Aktivitäten wird man auch sehr schnell feststellen, ob man einem eigenen Haustier gewachsen ist und wie tief der innere Wunsch tatsächlich sitzt. Da sie leider nicht selbst entscheiden können bei welchem Halter sie landen, ist man den Tieren schuldig, verantwortungsbewusst bei der Entscheidung für die Anschaffung zu sein und nicht aus einer Laune heraus zu handeln.

Matt Nelson

Brock DuPont

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